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Die Rauhnächte – magische Tage

Raunächte

Die Rauhnächte – Jahresrhythmen für Beginners und absolute Neulinge 🙂

In meinem Artikel zur „Heiligen Nacht“,  „Wintersonnwende – Was ist das?“, beschreibe ich, wie ich durch den Tod unseres Sohnes Lucas auf den Themenblock keltische Jahresrhythmen und nun auch zur Frage “Die Rauhnächte – Was ist das?” kam.
Für unsere Familie eine traurige Zeit, und dennoch konnte ich Trost durch dieses Wissen erfahren. Und wenn man beginnt sich mit dem Thema zu befassen, dann folgen natürlich auch all die anderen, bisher bedeutungslosen Begriffe…
Es folgten Stunden von Recherche und Lesen und Verstehen, hier nun sozusagen meine “freie Zusammenfassung” zu den Rauhnächten 🙂

 

Die Rauhnächte – Die Nächte nach Wintersonnwende

Erst mal ist die Frage nach dem “Wann” und “Wieviele”.
Mal werden die Rauhnächte von 22. oder 23.Dezember bis 1. oder 2. Januar angeben, meist jedoch ab 25./26.Dezember (die Nacht nach der „Heiligen Nacht“) bis 5./6. Januar.
Das liegt an der Betrachtungsweise wie man die „Nacht des Lichts“, die “Nacht des Lichtbringers” bestimmt. Warum dies so unterschiedlich ist, versteht ihr, wenn ihr meinen Artikel “Wintersonnwende – Was ist das?” lest.
Es errechnen sich immer 12 heilige, magische Nächte mit besonderer Kraft…

Dann gibt es eine Vielzahl an möglichen Erklärungen, woher diese besonderen 12 Nächte stammen könnten:

  • Sind es die „verlorenen 12“ durch den Unterschied zwischen Mond- (354 Nächte) und Sonnenjahr (365 Tage)?
  • oder symbolisieren sie die 12 Sternzeichen?
  • oder handelt es sich um die sechs letzten Nächte des alten Jahres und den sechs neuen Tage des neuen Jahres?
  • oder sind es nur die Tage „zwischen den Jahren“?
  • oder sind es die Weihnachtsnächte der christlichen Tradition?
  • oder von allem ein bisschen? 🙂

 

Die Rauhnächte – Die “12 magischen Nächte”

Es handelt sich bei den Rauhnächten auf alle Fälle um eine magische, geheimnisvolle Zeit. Immer ist sie geprägt durch die Zusammenkunft von Familien und Freunden. Und schon immer war sie eine Zeit des Gesprächs und Miteinanders.
Bei den einen wurde sehr wild gefeiert, bei den anderen durfte keinesfalls gearbeitet werden. Oft wurde an diesen “magischen” Tagen mit den verschiedensten Systemen orakelt, um zu sehen, was das neue Jahr wohl bringen werde. Daher stammt auch noch das Bleigießen zu Silvester!
Das Orakel konnte aber auch zeigen, wie sich das Wetter im Laufe des Jahres zeigen würde. Daher nannte man die Nächte auch Losnächte.
Eine besondere Bedeutung hatten auch die Träume, denn jeder Traum dieser Nächte sollte sich im Laufe des Jahres erfüllen: Der Traum vom 26.12. für den Januar, der vom 27.12. für den Februar… usw.
Die Magie dieser “Tage zwischen den Zeiten” wurde damals wie heute für Rituale genutzt, ganz besonders den Räucherritualen. Das Verbrennen von Kräutern und Harzen soll von jeher reinigen, Schutz und Segen bringen, und Gebete zum Himmel tragen.

 

Die Rauhnächte – Rauh, rau oder Rauch?

Und auch beim Namen gibt es nicht wirklich eine Eindeutigkeit. Zur Auswahl stehen:

  • “rauh” – im Sinne von grob, haarig, ungezähmt (es finden heute noch Umzüge mit Gestalten, die wilde, pelzige Masken tragen, statt)
  • oder auch „rau“ – vom Rauhreif der kalten Tage
  • oder “Rauch”,  stammend vom Brauch das Haus und die Ställe mit Rauch zu reinigen, bzw. sich vor Geistern zu schützen

Es steht euch frei eine der Bedeutungen auszusuchen 🙂

 

Die Rauhnächte – und die heiligen Drei Könige

Die Rauhnächte enden jedoch spätestens am 6. Januar.
Dieser Tag trägt verschiedene Namen wie der Dreikönigstag, Heilige Drei Könige, Hoch-Neujahr, oder auch Weihnachtszwölfer…
Um die Verwirrung der Überlieferungen beizubehalten – es gibt natürlich auch verschiedene Bedeutungen! 🙂
Aaaalso, das könnten sein:

  • der Erinnerungstag an das Weinwunder zu Kana
  • dann der Tag der Taufe Jesu,
  • oder aber auch ein altes Geburtsdatum von Jesu. Die griechisch-orthodoxen feiern diesen Tag noch heute als Geburtstag Jesu.

Der 6. Januar wird auch „Epiphania“ (Erscheinung) genannt und meint dann nicht das Fest der “Heiligen Drei Könige”, sondern das Fest des Kindes in der Krippe, das in dieser Welt erschienen ist.

Übrigens, wer kennt nicht die alten Wirtshaus-Namen “Drei Kronen“, “Zur Krone”, “Zum Stern”, oder “Zum Mohren”?
Da die heiligen drei Könige weit gereist waren vom Morgenland nach Bethlehem, gelten sie schon lange als die Schutzpatrone der Reisenden und Pilger und finden in den Wirtshaus-Namen Beachtung.
Kaspar, Melchior und Balthasar hatten zudem auch mehrfach andere Namen: “Caspar” bedeutet: “Der Schatzmeister”, “Melchior”: “Königliches Licht” und “Balthasar”: “Schütze mein Leben”. Sie waren im Laufe der Geschichte mal Magier, dann mal Weise und nun eben Könige.
Überlieferungen sind nicht wirklich einfach 🙂

 

Die Rauhnächte – Die Tore zur geistigen Welt

In einem sind sich die Überlieferungen aber einig:
Die Rauhnächte galten seit jeher als eine Zeit an denen die Träume besondere Aussagekraft haben.
Die Tore zur geistigen Welt seien besonders weit geöffnet und ein Kontakt zu den Seelen, Engeln, himmlischen Wesen und Geistführern leicht herzustellen.
Ganz besondere Energien werden vor allem den Daten 21. Dezember – die Thomasnacht, dem 24. Dezember – Heiligabend, dem 31. Dezember – Silvester, sowie dem 5. Januar – Perchtennacht, zugeordnet.
Am Dreikönigstag schließen sich wohl diese Tore zur geistigen Welt, die in diesem Zeitraum „für jedermann“ geöffnet sind, wieder.

 

Mein Tipp für dich von Herzen

Gebe diesen Tagen „zwischen den Jahren“ etwas mehr Aufmerksamkeit! 
Gönne dir jeweils ein Stündchen zur „inneren Einkehr“ und versuche bewusst zu erfühlen, was diese Tage schon seit Jahrtausenden zu etwas Besonderem macht! 

1 Kommentar

  1. […] Magie! 🙂 Hier geht zu meinem Artikel über die “Magie der Rauhnächte” – viel Spaß beim […]

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