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Glücksmomente mit Sinn&Herz!

Der Glücksmoment der Lernpatenschaft

Wie erreicht man Glücksmomente mit Sinn&Herz?

Es gibt ja viele Möglichkeiten Glücksmomente zu schaffen: Engagement in Vereinen, Spenden an Projekte, sich kümmern um Flüchtlinge oder Behinderte… die Vielzahl ist groß, und so geht vielleicht ein tolles Projekt im „Meer der Möglichkeiten“ unter, das ich auch kürzlich erst kennen lernte! Etwas konkreter: Es geht um Glücksmomente für Kinder.

Nehmt euch bitte einen kleinen Moment Zeit – vielleicht schlägt euer Herz auch höher wenn ihr dieses Projekt nun kennenlernt?!

Lernpatenschaft – Bürokratie meets Emotion & Glücksmomente!

Ihr müsst zugeben, hätte ich das Wort „Lernpatenschaft“ in die Überschrift gesetzt, dann hättet ihr niemals weiter gelesen – oder?! Ein ziemlich bürokratisches dieses Wort, es kommt so nüchtern daher, ohne die Emotion die es eigentlich verdient hätte!
Auch ich hatte zuvor niemals davon gehört, und als ich eines Tages angesprochen ob ich eventuell Interesse hätte eine Lernpatin zu sein lautete meine spontane Antwort „Och nö, eigentlich nicht“. Dennoch war meine Neugier geweckt und ich versprach mir das Projekt der Bürgerstiftung Pfalz mal genauer anzusehen.

Glücksmomente – “Keiner darf verloren gehen”

Erst die Unterbezeichnung des Projektes „Keiner darf verloren gehen“ gibt dann einen Hinweis worum es gehen könnte.
Hier ein kleiner Auszug aus der Homepage:

„Trotz gleicher gemessener Intelligenz haben Kinder aus stabilen familiären Verhältnissen siebenmal mehr die Chance auf einen guten Schulabschluss als Kinder, die in ihrer Entwicklung durch persönliche, familiäre und soziale Faktoren behindert werden.“

Es geht also um Gerechtigkeit, es geht darum Bildungs-Chancen zu verbessern für Kinder, die sich in schwierigeren Lebenslagen befinden als „normale“ Kinder.
Ob das eine Scheidung der Eltern ist, Krankheiten der Eltern oder Geschwister, finanzielle Nöte der Familie… der ganz normale Wahnsinn des Lebens halt – wir wissen alle und haben es selbst in unserem Umfeld schon erlebt, was das für Kinder bedeuten kann.
Ein Kind hat diesen Weitblick und die Erfahrung nicht „dass alles gut werden kann“, es erlebt solche Situationen wesentlich bedrohlicher als Erwachsene.

Meist paart sich so eine Situation noch mit dem Umstand, dass die Eltern weniger Zeit haben, gereizter und genervter sind, eher mit sich selbst beschäftigt sind und daher die Gefühle und Ängste der Kinder nicht auffangen können. Und so geht sie los, diese Spirale der schlechteren Chancen…

Die Gestaltung von Glücksmomenten für Kinder – Wie, Wann, Wo

Das Projekt „Keiner darf verloren gehen“ ist der der Versuch, diesen Kindern eine Art Halt und Stabilität zu geben. Eltern, Familie, Lehrer, Therapeuten – alle haben ihre Funktion.
Die Funktion eines Lernpaten ist eine andere: Einfach da sein für das Kind. Ohren, Augen und Herz öffnen um zu verstehen, wo der Schuh grade drückt. Sich Zeit nehmen ohne die Verpflichtung etwas erreichen zu müssen. Das kann tatsächlich „einfach nur“ eine Nachhilfe schulischer Art sein, aber auch zusammen sitzen, vorlesen und Tee trinken, auf die Bank setzen und reden, spielen und Quatsch machen…

In einer 30-stündigen Ausbildung in Zusammenarbeit mit dem Kinderschutzbund lernt der Begleiter Grundlagen, wie er diese Aufgabe gut bewältigen und auch mit problematischeren Situationen umgehen kann. Man muss also kein Experte im Thema sein, keine 20 Kinder erzogen haben (noch nicht mal eines), kein Lehrer sein oder sowas alles.

Der Besuch des Kindes findet immer in der Grundschule, während der Schulzeiten (vormittags oder nachmittags) statt. In den Ferien hat man dann auch frei 🙂 Und sollte euer Urlaub außerhalb der Ferien liegen, so ist das kein Problem – dann kriegt ihr auch „frei“ 🙂

Aktiv dabei – ich bin nun doch Lernpate geworden!

Oder eben ein Glücksmomente-Schaffer 🙂 Nach dem durchlesen der Unterlagen und Infos aus dem Internet konnte ich mir schon etwas besser vorstellen um was es geht. Glücklicherweise begann dann auch bald eine neue Ausbildungsgruppe, an der ich gleich teilnehmen konnte.

Nach der Weiterbildung ging es nach den Herbstferien dann los – seither begleite ich einen Jungen in der zweiten Klasse.
Er hat es wirklich nicht einfach in seinem familiären Umfeld, die Schule bereitet ihm auch Probleme. Mehr möchte ich nicht über ihn erzählen um ihn zu schützen.

Ich freue mich auf die Stunden bei ihm, auch wenn ich manchmal nicht weiß ob er sich wirklich freut mich zu sehen.
Begeisterung sieht anders aus 🙂 Aber als ich ihn vor den Winterferien fragte ob ich wieder kommen sollte, sah er mich ganz entgeistert an und sagte „Aber natürlich sollst du wiederkommen“. Ein bisschen Angst blitzte in seinen Augen.
Und es blitzte etwas Freude darin als ich nach den Ferien wieder kam.
Das ist doch schon ein Fortschritt! 🙂

Der „Glücksmomente-Schaffer“ – die Voraussetzungen für eine Lernpatenschaft

  • Ein offenes Herz.
  • Etwas Geduld.
  • Gelassenheit.
  • Eine Stunde Zeit pro Woche.
  • Die Bereitschaft die Schulung mitzumachen.
  • Und ein bisschen Mut für das „erste Mal“.

Sonst nix. So einfach!
Das Alter ist also völlig egal, ob Männlein oder Weiblein erst Recht, die Vorbildung spielt ebenfalls keine Rolle. Man sollte ein Typ Mensch sein, der zuverlässig ist und etwas Fantasie und Humor besitzt. Damit erweitern sich die Möglichkeiten deutlich! 😉

Lernpate werden – der erste Schritt

Sich bei der Bürgerstiftung melden: info@buergerstiftung-pfalz.de
Oder wenn ihr mir ein paar Fragen stellen möchtet – gerne!
Jetzt geht demnächst die neue Ausbildungsgruppe los! Also ran!

Mein Tipp für dich von Herzen

Wir verplempern so viel Zeit mit unsinnigen Dingen…
Diese eine Stunde Zeit-Investment bringt soviel an Mehrwert zurück!

Kinder die es bräuchten gibt es mehr als genug!
Es gibt noch viele Grundschulen die händeringend Lernpaten suchen!

Werdet auch ihr zum Glücksmomente-Schaffer
oder sprecht Leute an, die ihr kennt! Danke!

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