ich will das schaffen trick
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Der “Ich schaffe das” – Gedanke

Der "Ich schaffe das!" Gedanke

Einfach zum Ziel – der Gedanke macht´s!

In meinem letzten Blogartikel habe ich euch von meinem “Ich will das schaffen” – Trick erzählt.
Meine erste große persönliche Challenge: eine Transalp in 3 Tagen. Untrainiert. Allerdings mit meinem (damals) neuen Stevens Bike 🙂
UND – noch viel wichtiger: der absoluten Motivation dieses Ziel zu schaffen.

Was ist eigentlich eine Motivation?

“Motivation bezeichnet das auf emotionaler und neuronaler Aktivität beruhende Streben des Menschen nach Zielen oder wünschenswerten Zielobjekten. Die Gesamtheit der Beweggründe (Motive) , die zur Handlungsbereitschaft führen, nennt man Motivation.” – so ist es zu lesen unter Wikipedia.
Meine Gedanken die ich über mein Ziel habe, z.B. wie es ist wenn ich es erreicht habe: wie ich mich fühlen werde, was sich dadurch für mich erfüllt, verschaffen mir die Motivation, das Streben oder die Power es auch zu schaffen.

Der Gedanke “Ich schaffe das!” – der große Unterschied

Von welcher Seite nähern wir uns meistens wenn wir “große Ziele” haben?
Es sind nicht die Gedanken “Wie fühle ich mich wenn ich es erreicht habe” oder ähnliche positive Gedanken.
Fast immer sind es Gedanken, die aus unserer Angst und/oder Unsicherheit heraus entstehen wie “Sowas habe ich ja noch nie geschafft”, “Ich bin einfach nicht geeignet so was zu schaffen”, “sowas schaffen nur die anderen”… und ähnliche dieser Art.
Fällt euch was auf?
Das sind alles Gedanken die sich mit dem vermutlichen Scheitern befassen, nicht mit dem selbstverständlichen Erfolg.

Meine Challenge Nummer 2

Mal wieder ein großes Ziel.
Mal wieder untrainiert. Ich mache in meinen Kalender Kreuze, wenn ich eine Radtour gemacht habe, die mehr als 30 km beträgt. Bis zum Tag X waren es vier… da kann man mit ruhigem Gewissen von untrainiert sprechen.
Übrigens: Das Fahrrad inzwischen etwas älter 🙂
Aber: Wieder mit der absoluten Motivation “Ich will das schaffen!”
Und: Durch meine Erfahrung von Challenge Nummer 1  inzwischen eher mit dem Gedanken “Ich schaffe das!” Spürt ihr den Unterschied?
Allerdings gab es auch hier die “inneren Saboteure”, die mir versuchten klar zu machen, dass diese Tour ja schließlich ein ganz anderes Ziel sei. Es gehe ja nicht nur einmal ordentlich hoch, sondern vier mal… außerdem wäre das in so einem Zeitfenster nur für Trainierte zu schaffen… usw. usw. usw..
Außerdem ist auch bisschen Zeit vergangen und ich habe die magische 50iger Grenze bereits überrschritten… Von meinem Seelen-Herzschmerz ganz zu schweigen 🙁
Dennoch, wer sagt dass man auf diese inneren Stimmen hören muss??? Warum gehen wir davon aus, dass diese Gedanken richtiger sind als die positiven?
Meine Lösung: Ich gab dem “Ich schaffe das” – Gedanke meine volle innere Power, dem Rest habe ich einfach nicht zugehört! 🙂


Die Tour: Sellaronda – Bikeday

Die Sellaronda ist ein Rundweg in Südtirol um das Sellamassiv, bei dem man 4 Pässe überqueren muss: dass Grödnerjoch, das Sellajoch, das Pordoijoch und den Campolongopass. Es geht also darum ca. 50 km Strecke mit 1700 Höhenmetern zu schaffen – und das mit 4 mal hoch.

Sellaronda
Klingt viel, isses auch.
Hier ist wie immer ein Link zu Komoot, wo ihr euch die Strecke anschauen könnt, bzw. sehen könnt, dass ich wahrlich nicht die schnellste bin.
Falls ihr mal vor habt die Tour zu fahren, wir haben das im Rahmen des “Sellaronda – Bikeday” gemacht. An diesem Tag wird die Strecke tagsüber für Autos und Motorräder gesperrt. Da ist es wesentlich angenehmer, diese landschaftlich wunderschöne Strecke zu fahren.
Ich drücke euch die Daumen, dass das Wetter dann bei euch etwas besser ist…
Außerdem ist es echt cool mit anderen Tausenden Menschen gemeinsam da hochzuschwitzen 🙂
Wir starteten in Corvara, da wir einige Nächte im Hotel La Scalira verbrachten. Eine kleine familiäre Pension die wir nur weiter empfehlen können!


Es wird ernst – der “Ich schaffe das!”- Gedanke

Die Tour verlief 2016 gegen den Uhrzeigersinn (ich glaube das wechselt jedes Jahr) und somit war das Grödnerjoch der erste Pass am Morgen.
Also, ich gebe echt zu – dieser Gedanke “Vier mal hoch”, der machte mir wirklich zu schaffen.
Ob es mir gelingen würde mich an einem Tag so oft motivieren zu können, immer “das Letzte” aus mir raus zu holen? Vier mal quälen, brennende Beine, manchmal so langsam, dass man mit dem Rad fast umfällt, ständig von Hunderten überholt zu werden, Salzkrusten auf dem Gesicht…
Wer würde gewinnen? “Vier mal hoch schaffst du nie!” oder der Gedanke, der Wunsch “Ich schaffe das!”???

Der Gedanke und ein Zusatztrick

Also, nicht diesen blöden, destruktiven Gedanken zuhören!
Der aufbauende Gedanke soll in den Vordergrund, und sich vorstellen wie er sich erfüllt! Ihn mit allen Sinnen aufpowern: sich sehen (das stolze Strahlen), sich spüren (die brennenden Beine UND die Erleichterung und die Freude), sich hören (“Wow, bin ich stolz auf mich!”), sich riechen :-)…
Der Zusatztrick: Teilziele formulieren! In meinem Fall habe ich mir gesagt: Wenn ich zwei Pässe schaffe, dann kann ich voll zufrieden sein. Wenn ich drei Pässe schaffe, dann bin ich richtig gut. Und wenn ich dann den letzten auch noch schaffe, dann bin ich stolz wie Bolle!!!
Und los! Bewaffnet mit 4 Bananen für mich sind wir dann gestartet:

grödnerjoch  Sellajoch

Pass 1 (Grödnerjoch) + 2 (Sellajoch) – geschafft! Ich bin voll zufrieden! 🙂

Pordoijoch

Pass 3 (Pordoijoch) – geschafft! Ich bin richtig gut!! :-))

Pordoipass

Pass 4 (Campolongopass) – geschafft! Ich bin stolz wie Bolle!!! :-)))

Sellaronda_500

Und wenn du noch nicht genug hast, so kannst du ja die Runde nochmal von vorne beginnen 🙂 Raimund wechselte dann auf das Rennrad und fuhr einfach nochmal auf das Grödnerjoch hoch, während ich in der Sauna meine Muskeln entspannte 🙂

Kurz und gut: Der “Ich schaffe das!” – Gedanke trug mich vier mal hoch und runter – und es hat sogar saumäßig Spaß gemacht!!!
Übrigens: Ich habe sogar einige dieser Tausende Menschen überholt und auch einige aufgeben sehen. Die hätten einfach mal diesen Artikel lesen sollen :-))

Mein Tipp für dich von Herzen
 Lasse nicht zu, dass deine negativen und begrenzenden Gedanken dich beherrschen.
Teile ein großes Ziel in kleinere Etappen auf – das gibt dir ein gutes Gefühl, bestätigt dich und motiviert dich zu mehr!

 

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